Ein Wochenende in Hamburg
Was macht Hamburg so besonders, so liebenswert, so speziell? Ich war jetzt schon zweimal in Hamburg. Trotz 7 Stunden Anfahrt.
Das erste Mal war ich Silvester 2007 / 2008 dort. Damals erkundete ich die Innenstadt und schoss unzählige Fotos vom Rathaus.
Von dort lief ich zum Michel. 453 Treppenstufen später bot sich mir ein Panorama, das mich alle Strapazen vergessen ließ. Glücklicherweise spielte das Wetter mit. Es war sonnig und ich bewunderte nahezu ganz Hamburg von oben. Dann ging es zurück ins Hotel Hamburg.
Nach einem Nickerchen und Abendessen brach ich in Richtung „Landungsbrücken“ auf. Ich war mehr als eine Stunde zu früh da. Daher entschloss ich mich zu einem Abstecher nach St. Pauli.
Mit einem Snack und Bier bewaffnet ging ich wieder an die Landungsbrücken zurück und genoss das Silvester-Spektakel. Um Punkt 12 stiegen Raketen auf, Böller explodierten und Schiffe ließen Ihre Nebelhörner ertönen.
Um etwa 3 Uhr fuhr ich mit dem Taxi zurück ins Hotel und fiel todmüde ins Bett.
An Neujahr, gegen Mittag, stieg ich in den nächsten Doppeldeckerbus und machte eine Stadtrundfahrt.
Der Bus fuhr vorbei am Michel und der Speicherstadt, einem ehemaligen Lagerkomplex, der seit 1991 unter Denkmalschutz steht. Hier gibt es verschiedene Museen z.B. das Zollmuseum, das Gewürzmuseum und den so genannten „Hamburg Dungeon“. Das ist eine Art Gruselkabinett, gepaart mit Show und Fahrgeschäft.
Ich stieg aus und entschied mich für den Hamburg Dungeon. Die schaurige Tour führte den Besuchern die Geschichte der Stadt Hamburg samt ihrer Schicksale vor Augen: den Tod Störtebekers, die Inquisition, die Pest, den Brand der Stadt im 19. Jahrhundert. Nichts für schwache Nerven.
Schreckhafte Gemüter sollten lieber draußen bleiben.
Mit dem nächsten Sightseeing-Bus ging es weiter. Die Pflichttour durch St. Pauli am Tag durfte natürlich nicht fehlen. Auch das Villenviertel und das Atlantik Hotel Kempinski – Dauerwohnsitz von Udo Lindenberg – bekam ich vom Bus aus zu sehen.
Ich stieg fast direkt vor meinem Hotel aus dem Sightseeing-Bus aus, packte meine Sachen und fuhr wieder zurück, gen Heimat.
Ein halbes Jahr später zog es mich wieder nach Hamburg. Grund meines Besuchs war diesmal das Musical „Der König der Löwen“ mit meiner Frau. Unser Fazit: absolut sehenswert!
Am Neujahrstag hatte ich leider den weltberühmten Hamburger Fischmarkt nicht gesehen. Frühmorgens um 7 ging’s vom Hotel Hamburg aus los. Ich war erstaunt, wie viele Menschen schon auf dem Markt unterwegs waren. Und was sie alles gekauft haben: Nudeln in Großpackungen, kistenweise Obst und Wagenladungen voll Pflanzen.
Es gibt noch Schmuck, Kleidung und Bananen zu kaufen. Und natürlich Fisch. Um 11 Uhr war der Trubel vorbei. Die übriggebliebene Ware wurde dann zum halben Preis verkauft. Interessant für Schnäppchenjäger.
Bald fahre ich wieder nach Hamburg und bin gespannt, was ich dieses Mal erleben werde.
Bildnachweise:
Wikipedia: "Michel" - Seungmin Whang
Wikipedia: "Hamburg Dungeon" - Gulp

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